Trauersprüche und Beileidsbekundungen


Nichts ist schlimmer als von geliebten Menschen Abschied nehmen zu müssen. Wenn eine vertraute Seele von uns geht, dann bleiben wir im ersten Moment sprachlos zurück. Doch auch wenn es schwer fällt, die richtigen Trauersprüche zu finden, ist es dennoch wichtig, sich selbst und uns Nahestehenden aufzuheitern und daran zu erinnern, dass es nach dem Tod weiter geht. Passende Trauersprüche und Beileidsbekundungen wie die Folgenden sind ein sehr guter Trost spendender Anfang.

Honoré de Balzac
Man lebt zweimal:
das erste Mal in der Wirklichkeit,
das zweite Mal in der Erinnerung.

Jean de La Fontaine
Mit den Flügen der Zeit fliegt die Traurigkeit davon.

Martin Luther
Denn ein Herz voll Freude sieht alles fröhlich an, ein Herz voll Trübsal alles trübe.

Trauersprüche
Wer die Liebe verliert, sollte nicht zwanghaft suchen nach seinem Glück.
Sie kommt, wenngleich in anderem Gewand, eines Tages zurück.

Friedrich Wilhelm Nietzsche
Hast du eine große Freude an etwas gehabt, so nimm Abschied!
Nie kommt es zum zweiten Male..

Homer
Es mehrt unendliche Trauer das Elend.

Fjodor Michailowitsch Dostojewski
Tränen reinigen das Herz.

Trauersprüche und Beileidsbekundungen ... "Im ersten Moment des Verlustes einer geliebten oder geschätzten Person fühlen wir uns nicht nur unglaublich schlecht, sondern vor allem auch unglaublich allein. Doch dieses Gefühl darf nicht lange bestehen bleiben, denn es macht einen nur unnötig fertig und zieht die Stimmung noch weiter in den Keller. Um dieser Spirale nach unten entgegenzuwirken, macht es Sinn, sich passende Trauersprüche auszudenken, um irgendwie doch Worte für das Geschehene zu finden. Denn die richtigen Beileidsbekundungen zur richtigen Zeit können das positive Gefühl vermitteln, dass man eben doch nicht allein in seinem Trauer ist. Beileid darf und soll emotional und persönlich sein, und gerade weil es ein so schwieriges Thema ist, ist man zwangsläufig auf die lyrische Unterstützung von aussen angewiesen. Deshalb sollte jeder, der in einer solchen Situation auf der Suche für geeignete Trauersprüche ist, sich genügend Zeit lassen und in Ruhe nach Sprüchen und Versen suchen, die den Trauernden in seiner schwierigen Phase unterstützen und auf andere Gedanken bringen sollen. Hier ist dafür jedenfalls die richtige Adresse dafür."

Trauersprüche
Einsames Leid ist doppeltes Leid.
Geteiltes Leid ist halbes Leid.

Leonardo da Vinci
Wie ein gut verbrachter Tag einen glücklichen Schlaf beschert,
so beschert ein gut verbrachtes Leben einen glücklichen Tod.

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Trauerspruch
Je dunkler die Nacht und schlimmer die Trauer,
umso heller wird der nächste Tag und der neue Lebensabschnitt.

Franz Grillparzer
Trauernde sind üb'rall sich verwandt.

Friedrich Nietzsche
Die Hoffnung ist der Regenbogen über den herabstürzenden Bach des Lebens.

Trauersprüche
Nichts ist schlimmer als ein Verlusst,
den du ohne Widerworte einfach hinnehmen musst.

Robert Hamerling
Trösten möchtest du mich, mein Freund?
Dann mußt du den Schmerz mir nicht benehmen,
er ist eben mein einziger Trost.

Trauersprüche und Beileidsbekundungen ... "Abschied tut immer weh, besonders wenn er für immer ist. In solchen Momenten wollen wir zumindest anfangs für uns alleine sein und die Wut, das Unverständnis, die Trauer herauslassen. Und auch wenn es eigentlich keine Worte geben kann, die dieses Gefühlschaos adäquat wiedergeben können, ist es dennoch unglaublich wichtig, dass Freunde und Familie für denjenigen und diejenige da sind und auf irgendeine Art und Weise ihr Beileid kundtun. Trauersprüche sind auf jeden Fall eine solide erste Anlaufstelle, um auszudrücken, dass wir füreinander da sind, auch in den schwierigsten Zeiten. Ein tröstender Trauerspruch zur geeigneten Zeit kann zumindest für einen Moment die Stimmung ein wenig bessern durch den Umstand, dass der Trauernde nicht mehr allein die Bürde tragen muss, mit den tragischen Umständen klarzukommen. Es muss gar nicht mal ein langes Gedicht eines großen Künstlers sein, schon ein einzelner kurzer Satz kann seinem Gegenüber Mut zusprechen, kann die Gedanken in eine andere, bessere Richtung lenken. Denn in solchen Situationen wollen wir für unsere Nahestenden mit allen Mitteln nur, dass es Ihnen besser geht. "
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Otfrid von Weißenburg
Wir leben voller Trauer und Schmerz auf dieser Welt,
mit mannigfachen Wunden wegen unserer Sünden.

Arthur Conan Doyle
Arbeit ist das beste Mittel gegen Trauer.

Trauersprüche - Beileidsbekundungen
Weine nicht um das, was hinter dir liegt,
begrüße mit Freudentränen alles Schöne,
das noch vor dir liegt.

Gustave Flaubert
Beim Abschiednehmen kommt ein Augenblick,
in dem man die Trauer so stark vorausfühlt,
dass der geliebte Mensch schon nicht mehr bei einem ist.

Trauersprüche
Trauer ist wie eine Explosion: Lautstark und gewaltig,
doch am Ende bleibt nur ein kleiner Krater zurück.

Wilhelm Heinse
Der Mensch ist immer traurig;
seine Freuden sind Blitze in der Nacht.

Jean de La Fontaine
Mit den Flügeln der Zeit fliegt die Traurigkeit davon.

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Trauersprüche & Beileidsbekundungen



Trauer ist eines der gewaltigsten Gefühle, die ein Mensch erleben kann. Trauer kann alles um einen herum verblassen lassen. Sie ist ein Schmerz, der die Seele eines Menschen zerreißen kann und den Außenstehende trotz allen Mitgefühls nur teilweise im gleichen Ausmaß miterleiden können. Im Falle des Todes eines Freundes, Familienmitglieds oder Bekannten möchte man gerne helfen und sein Beileid bekunden. Die Art, wie man Trauert und sein Beileid bekundet, hat sich seit vielen jahren kaum geändert.

Trauer in der Bibel


Bereits die Bibel beschreibt die Trauer beim Tod eines geliebten Menschen und wie man sie zeigt. Sie schildert auch, wie massiv die Trauer sein kann. Als Josef nach Ägypten entführt wird, täuschten seine Brüder seinen Tod vor und überbrachten Vater Jakob ein mit Ziegenblut durchtränktes Hemd von Josef als Beweis seines Todes. Jakobs Reaktion war gewaltig. "Und Jakob zerriss seine Kleider und legte einen Sack um seine Lenden und trug Leid um seinen Sohn lange Zeit (Genesis, 34, 37)."

Bis heute zerreißen deshalb Juden beim Tod eines Angehörigen ihre Kleider symbolhaft. In dem Moment, in dem der Tod verkündet wird, machen die Betroffenen am Kragen einen kleinen Riss. Manchmal wird auch nur der oberste Knopf des Hemds oder der Bluse herausgerissen.

Trotzdem ist das sehr dramatische Zerreißen des ganzen Gewandes bis heute bekannt. Wir kennen es alle, wenn wir in den Nachrichten Bilder von Krieg und Zerstörung im Nahen Osten sehen. Dabei sieht man immer wieder Männer, die sich das Hemd aufreißen und ihre nackte Brust zeigen.

Viele Trauerriten sind uns aus der biblischen Zeit bis heute erhalten geblieben und wurden auch vom Christentum übernommen. Teilweise hat man sie vereinfacht, führt sie nur noch symbolisch durch, aber sie sind da.
Schon in der Bibel wurde das Gesicht des Toten mit einem Tuch bedeckt, und schon in der Bibel bewachte man die Verstorbenen in der Zeitpunkt zwischen dem Tod und der Beisetzung. Die Seele sollte sich frei fühlen, deshalb öffnet man bis heute nach dem Eintritt des Todes die Fenster.

Trauern ohne Sorgen


Wer trauert hat in der Anfangsphase keine Energie dafür, sich mit den Dingen des täglichen Lebens auseinander zu setzen. Dabei ist der Tod oft auch mit finanziellen Sorgen verbunden, vor allem dann, wenn jemand gestorben ist, der zum Unterhalt der Familie beigetragen hat. Schon zu biblischen Zeiten versorgte die Gemeinde die Familie mit Essen und mit Kleidung. Heute bringt man auf dem Land Trauernden bis heute eine warme Suppe oder einen Kuchen zum Essen. Oft wird nach einem Todesfall Geld gesammelt und diskret in einem Umschlag mit einer Trauerkarte überreicht. In vielen jüdischen Gemeinden wird der Familie ganz offiziell eine Spardose überreicht. Das Ritual wird jedoch so durchgeführt, dass die Familie die gefüllte Spardose auch ablehnen kann. All diese Bräuche haben das eine Ziel: Der Trauernde soll sich nicht auch noch Sorgen machen müssen. Zumindest nicht in der allerersten Zeit nach dem Tod.

Abschied oder Wiederkehr


Auch wenn Trauer ein Schmerz ist, den alle Menschen in gleicher Intensität erleben, wird er in verschiedenen Kulturen verschieden ausgedrückt. In der vom Christentum, Judentum und Islam geprägten Welt, ist die Trauer davon geprägt, dass ein Mensch für uns für immer verloren ist. Er geht "heim zum Herrn". Wir Menschen werden den Verstorbenen nie wieder sehen.

In Asien basieren viele Religionen jedoch auf dem Glauben der Wiedergeburt und der Inkarnation. Der Tote wurde von diesem Leben befreit und wird dank seines Karmas hoffentlich das nächste Mal ein besseres Leben haben. Im Hinduismus muss der Körper verbrannt werden, damit die Seele frei für das nächste Leben wird. Im Buddhismus wird bewusst an positive Erlebnisse mit dem Verstorbenen gedacht. Die Trauernden erzählen sich fröhliche Geschichten, damit die Seele des Verstorbenen nicht belastet wird. Man tut alles, um das Weinen zu vermeiden, damit der Verstorbene fröhlich zu seiner nächsten Inkarnation weiterreisen kann.

Die Trauer wird höchstens dadurch bekundet, dass sich die Söhne des Toten den Kopf rasieren. Wenn die Trauer als menschliche Reaktion zu stark wird, rät der Buddhismus zum Meditieren, denn jeder Mensch soll sich an den Tod und an seine eigene Vergänglichkeit gewöhnen. Durch das Meditieren kann ein Buddhist den Tod leichter akzeptieren und lernt, seine Gefühle in den Griff zu bekommen. Im Buddhismus ist es sehr wichtig, die Welt mit all ihren Seiten so zu akzeptieren, wie sie ist. Das wird auch dadurch deutlich, dass zu offenkundige Trauer nicht gerne gesehen wird.

"Wer einen Fluss überquert, muss die eine Seite verlassen", sagte Mahatma Gandhi und meinte damit, dass der Tod ganz einfach ein Teil unseres Lebens ist und akzeptiert werden muss.

Besonders intensiv ist auch der Spruch von Rabindranath Tagore, einem bengalischen Dichter, der 1913 den Nobelpreis in Literatur erhielt: "Ich kam an deine Küste als Fremdling. Ich wohnte in deinem Haus als Gast. Ich verlasse deine Schwelle als ein Freund. Meine Erde."

Wenn Trauer zum Problem wird


In unserer modernen Welt, in der wir glauben, alles bestimmen und entscheiden zu können, fällt es vielen Menschen schwer, den Tod zu akzeptieren. Der Tod eines geliebten Menschen verdeutlicht jedem auch die eigene Sterblichkeit. Trauer ist deshalb psychologisch gesehen ein äußerst komplizierter Prozess. Auf der einen Seite muss der Betroffene lernen, ohne den Verstorbenen weiterzuleben. Auf der anderen Seite plagen vielleicht Schuldgefühle über frühere Vorfälle oder er schämt sich, weil er nicht so trauern kann, wie es von ihm erwartet wird. Die Krisen, die ein betroffener Mensch durchmachen kann, sind vielfältig und so unterschiedlich wie die Menschen selbst, denn jeder hat seine eigene Geschichte, sein eigenes Leben und seine eigenen Erfahrungen.

Trauer kann unter Umständen regelrecht krank machen. Seit kurzem hat dieser ungelöste Zustand auch seinen eigenen Namen. "Persistent Complex Bereavement Disorder" (PCBD). Er äußert sich durch Rastlosigkeit, Schlafprobleme, Herz- und Kreislaufproblemen und große innere Unruhe. Untersuchungen haben gezeigt, dass bis zu 40 Prozent aller Trauernden zumindest ansatzweise davon betroffen sind.

Laut dem Trauerforscher Prof. Hansjörg Znoj, sollte die ewige Sehnsucht nach dem Verstorbenen nach spätestens einem Jahr durch positive Erinnerungen an eine schöne gemeinsame Zeit ersetzt werden. Denn der Körper befindet sich während der akuten Trauer in Dauerstress, der auch das Risiko für andere Krankheiten stark erhöht. Untersuchungen haben gezeigt, dass viele Trauernde an Infektionen erkranken. Der Dauerstress während der Trauer macht im wahrsten Sinne des Wortes krank!

Wie bearbeite ich meine Trauer am besten?


Trauer wird von Psychologen in drei Phasen eingeteilt.
1. Phase: Akzeptieren und Verstehen
2. Phase: Verarbeitung des Verlustes
3. Phase: Neuordnung des Alltags

Allerdings gibt es keinen festen Ablauf. Trauer ist nun einmal ausgesprochen individuell. Die Phasen helfen den Betroffenen, ihre Gefühle in Ordnung zu bringen. Wenn man sich wochenlang schwer damit tut, den Tod zu akzeptieren, hilft das Wissen, dass bald eine andere Zeit kommen wird, in der man den Verlust endlich verarbeiten kann.

Andere Spezialisten haben differenzierte(re) Trauerphasen aufgestellt.
1. Phase: Der Schock
2. Phase: Die Kontrolle. Man organisiert das Begräbnis, empfängt Freunde, redet und ordnet)
3. Phase: Die Einsamkeit. Die Zeit der Beisetzung ist überstanden, man zieht sich zurück, will mit niemanden sprechen. Dies ist die gefährlichste Phase, in der man bei Nichtüberwinden krank und depressiv werden kann.
4. Phase: Das Akzeptieren. MMan hat sein Leben neu geordnet.
Auch wenn man in Phase 4 ist, kann man immer wieder auf Phase 3 zurückfallen und alles aus aussichtslos betrachten.

Was kann ich tun, wie kann ich helfen?


Trauerbewältigung ist heute zu einem Stichwort in der modernen Psychologie geworden. Früher waren Trauernde vom Netzwerk ihrer Familien umgeben, heute sind viele Menschen alleine und leben isoliert. Die Familien sind kleiner geworden, selbst engste Angehörige haben heute nach einem Todesfall nur wenige Tage Zeit. Inzwischen haben sich viele Psychologen darauf spezialisiert, Trauernden zu helfen. Wenn der Schmerz zu heftig wird, sollte sich niemand schämen, Hilfe zu suchen und sie auch anzunehmen. In den meisten Städten gibt es auch Selbsthilfegruppen, in denen sich Betroffene treffen und austauschen können.

Wenn man glaubt, nie mehr in seinem Leben Lachen zu können, hilft aber oft schon alleine das Wissen, dass auch diese schwere Zeit einmal vorbei geht. Man sollte einen Tag nach dem anderen nehmen und für jeden Tag eine Kleinigkeit planen. Auch wenn es nur ein Spaziergang an der frischen Luft ist, kann er uns zeigen, dass das Leben auch weiterhin seine schönen Seiten hat und uns noch einiges zu bieten hat. Auch wenn der geliebte Mensch von nun an fehlt!

Oft findet man Trost bei Freunden. Man sollte sich anrufen lassen, sich verabreden, auch nach der Besetzung Besuche empfangen und keine Scheu haben, über seine Trauer und seine Gefühle zu sprechen. Gute Freunde werden auch von sich aus anrufen, den Trauernden einladen und mit ihm etwas unternehmen. Es ist ungeheuer wichtig, dass gute Freunde in solchen Zeiten füreinander da sind!

Wie teile ich einem Trauernden mein Beileid mit?


Wenn ein Mensch in unserem Umfeld trauert, sind wir meist selbst auch von dieser Trauer betroffen – nur nicht im gleichen Ausmaß. Aber auch wir kannten den Ehemann unserer Freundin. Wir wussten viel über den Vater unseres Kollegen und wir haben die Sorgen miterlebt, die sich unsere Mutter machte, als ihre Schwester schwer erkrankte.

Wir trauern selbst, fühlen aber, dass wir den Menschen, die dem Verstorbenen am Allernächsten standen, unser Beileid bekunden müssen. Wir wollen ihm damit zeigen, dass er nicht alleine ist, dass wir für ihn da sind.

Wenn wir dem Toten nahe standen, wird man meist bei der Beerdigung erscheinen und dort am Grab Blumen niederlegen. Beim anschließenden Trauerempfang können wir den nächsten Angehörigen einen Briefumschlag mit einer Trauerkarte überreichen. Je nach Region ist auch ein Geldschein enthalten. In einigen ländlichen Gegenden gehört der Geldschein einfach dazu, in manchen Großstädten ist das heute nicht mehr üblich. Die Tradition mit dem Geld in der Trauerkarte ist sogar von Familie zu Familie unterschiedlich. Wer sich nicht sicher ist, sollte sich vorher informieren. In einem lokalen Beerdigungsinstitut erfährt man mit Sicherheit, ob ein Geldgeschenk in dieser Region in die Trauerkarte gehört.

Wenn man nicht zur Beisetzung kommen kann, sollte man einen Blumenstrauß mit Trauerkarte an die engsten Angehörigen senden. Für solche Anlässe gibt es eigene Gebinde. Sie können klein, intim und bescheiden sein. Es können aber auch riesengroße Sträuße oder auch Kränze sein. Auch hier ist die entscheidende Frage, wie nah uns der Verstorbene stand. Hier ist viel Fingerspitzengefühl gefragt. Gute Blumengeschäfte können hier beratend zur Seite stehen.

Welche Trauersprüche für wen?


Wie soll man sein Mitgefühl und seine Gedanken mit wenigen Worten schriftlich ausdrücken? Das kann sehr schwierig sein. Vielen Menschen fehlen hier einfach die richtigen Worte. Denn man will sein Mitgefühl zeigen, aber auch seine eigene Trauer mit einbinden und – falls es angebracht ist – auch zeigen, dass man für den Betroffenen in Zukunft da sein wird.

Vorgefertigte Trauersprüche sind deshalb sehr hilfreich. Man kann unter einem fertigen Trauerspruch noch ein paar persönliche Worte dazu schreiben, mit denen wir bekunden, dass wir auch nach der Beisetzung ein offenes Ohr haben. "Ruf mich an, wenn du mich brauchst." Oder: "Ich bin immer für dich da." Alternativ lassen sich Trauersprüche auch mischen oder selber verändern. Auch bei einem traurigen Anlass braucht man bisweilen Inspiration und fertige Trauersprüche können hier helfen.

Beachte: Trauersprüche können weltlich und religiös sein. Welche Art von Trauerspruch man wählt, ist von der Familie des Verstorbenen abhängig. Trauernde, die keinen Trost in der Religion finden, können auf religiöse Sprüche verstört reagieren, während Gläubige in ihnen Halt finden.

In einigen Regionen lassen die Angehörigen zur Beisetzung Trauerkarten herstellen. In ihnen ist meist ein Bild des Verstorbenen mit einem Trauerspruch zu sehen. An der Art dieses Spruchs kann man oft erkennen, wie die Familie fühlt und denkt.

Wer sich nicht ganz sicher ist, kann aus einer Vielzahl literarischer Trauersprüche wählen, die für jeden Trauerfall passen und die meist auch unsere eigenen Gefühle mit ausdrücken. Einer der schönsten Trauersprüche dieser Art ist von Albert Schweitzer: "Das einzig Wichtige im Leben sind die Spuren von Liebe, die wir hinterlassen, wenn wir weggehen."