Gute Besserung


Wenn es einem Menschen, den wir gern haben, schlecht geht, dann ist die Hilflosigkeit im ersten Moment erdrückend. Denn die meisten Krankheiten kommen völlig unerwartet. Und wo nur noch ein Arztbesuch oder langfristige Bettruhe helfen können, fällt einem außer "Gute Besserung" wenig Trost ein. Vielen Medikamenten wird ohnehin der sogenannte Placebo-Effekt nachgesagt: Die Wirkung von "gute Besserung" erfolgt vor allem durch das positive Denken. Das gilt auch für gute Besserung Genesungswünsche! Wir haben auf diesen Seiten beliebte Sprüche zu gute Besserung gesammelt, die einen Beitrag zum Heilungsprozess leisten können und den Betroffenen nicht allein lassen mit seinem Leid.

Arthur Schopenhauer
Die Gesundheit ist zwar nicht alles,
aber ohne Gesundheit ist alles nichts.

Unbekannt
Gute Besserung, bleibe brav im Bett,
und vergiss nicht die Vitamine A bis Z.

Unbekannt
Wer vollen Mutes auf zwei Beinen steht,
der kann sich gewiss sein,
dass es ihm bald besser geht.

Unbekannt
Gesund und Munter bist du in Windeseile,
fast genesen schon nach dieser Zeile,
drum blicke nach vorn und habe Mut,
ein Wimpernschlag und dir geht es gut.

Ovid
Um zu genesen, musst du viel Schmerzhaftes ertragen.

Francis Bacon
Das Heilmittel ist schlimmer als die Krankheit.

Johann Jakob Engel
Der Arzt verzweifelt nur dann,
wenn der Kranke nicht mehr fühlt,
dass er leidet.

Gute Besserung ... "Von einem Augenblick zum nächsten kann es passieren, dass ein guter Freund, ein Arbeitskollege oder Familienmitglied plötzlich nicht mehr fit und vital, laut lachend und aktiv ist, sondern sich zurückzieht und Ruhe braucht. Gute Besserung! Ob nun ein schwerer Unfall oder oder gute Besserung bei einem kleinen grippalen Infekt: Eine Krankheit wirft die Planung des Alltags komplett durcheinander und zeigt einmal mehr, wie wichtig doch Gesundheit ist. Und nicht für die betroffene Person ist die Phase schwierig und lästig, sondern auch für uns Aussenstehende, die natürlich den Drang verspüren, auf irgendeine Art und Weise gute Besserung zu wünschen. Doch das fällt natürlich schwer, denn echte Hilfe leisten vor allem Apotheken, Ärzte, Krankenhäuser und im Zweifel die eigene Mutter mit Brühe, Tee und Umarmungen. Es gibt jedoch noch eine weitere Möglichkeit, einen gute Besserung Beitrag zur Genesung zu leisten, auch wenn sich die erkrankte Person alleine zuhause abschotten will: Gute Besserung Sprüche und Wünsche, die unsere Anteilnahme und unser Mitgefühl ausdrücken. Denn jedes tröstende Wort, jeder aufmunternde Spruch und jede lustige oder nachdenkliche Weisheit lenken den Betroffenen ab und erinnern ihn daran, dass viele Gedanken bei ihm sind in dieser unangenehmen Zeit. Wenn der Liebste oder die Liebste erkrankt ist, macht macht es sich natürlich auch Sinn, zur Zeichen der guten Besserung einen Genesungswunsch aus dem Bereich Liebessprüche oder Liebesgedichte zu versenden. In diesem Sinne wünschen wir natürlich auch eine gute Besserung!"

Unbekannt
Werde gesund und zwar ganz schnell,
auch wenn dir gerade alle dunkel vorkommt,
nach der Genesung ists rasch wieder hell.

Marie de France
Wer aber seine Krankheit nicht offenbart, kann auch kaum Heilung davon finden.

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Charles Lamb
Wie Krankheit die Dimension des Ichs vergrößert!

Oscar Wilde
Gesundheit ist die erste Pflicht im Leben.

Unbekannt
Ein digitaler gute Besserung Kuss,
bei dem ich mich nicht anstecken muss.

Jole von Weißenberg
Ich höre, du liegst flach, mein Bester!
Ich wär gern deine Krankenschwester!

Wolf Dietrich
Trotze Unwohlsein und Schmerzen!
Gute Besserung von Herzen!

Gute Besserung ... "Mit Krankheit verbinden wir in erster Linie eine Menge negativer Dinge: Krankenhaus, ekelhafte Medizin, dröhnender Kopf, triefende Nase, Ermüdung, Spritzen, Pillen, lästige Arztbesuche und die kurzfristige Zerstörung unseres Terminkalenders. Krank sein will niemand gern und auch die nett gemeinte "Gute Besserung" oder "Gute Genesung" der Apothekerin um die Ecke muntert einen nur im erstem Moment auf. Neben viel Schlaf und Erholung braucht man vor allem eines: Gute Freunde und Familie, die sich um einen kümmern. Doch genau das fällt oft besonders schwer, wenn der oder die Betroffene lieber allein bleiben möchte oder gar nicht gesund genug ist, um zu plaudern. Also muss man seine Anteilnahme per SMS, Postkarte, Telefon oder am besten persönlich in Worten ausdrücken, die entweder humorvoll oder ernst ausdrücken, dass er nicht alleine ist in seiner Pein. Das Motto "geteiltes Leid ist halbes Leid" gilt in solchen Momenten erst recht, denn je mehr Menschen an Dich denken, umso besser fühlst Du dich. Also lohnt es sich, für Menschen, die uns viel bedeuten, nach geeigneten Sprüchen und Genesungswünschen zu suchen, um Trost zu spenden und positive Gedanken hervorzurufen. Auf eine gute Besserung!"
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Daniel Sanders
Nie verzag in deinem Mut;
auf die Ebbe folgt die Flut,
geht’s dir schlecht: es wird wieder gut!

Frank von Schillerberg-Gosheim
Da ich mich nicht anstecken will,
ist dieser Kuss leider nur virtuell!

Jole von Weißenberg
Ist dein Leid auch noch so groß,
mich wirst du niemals wieder los!

Paracelsus
Liebe ist die beste Medizin!

Friedrich Nietzsche
Wünschen ist ein Anzeichen von Genesung oder Besserung.

Wolf Dietrich
Auch wenn’s ein wenig schmerzt und zwickt:
Fühl dich fest und doll gedrückt!

Frank von Schillerberg-Gosheim
Du bist ein Kämpfer vor dem Herrn!
Wir haben dich von Herzen gern!

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Gute Besserung - mit unseren Genesungswünschen



Krankenbesuche: Wünschen und Beten


Den allerersten Krankenbesuch, über den berichtet wird, machte Gott selbst! Er besuchte Abraham nach dessen Beschneidung und erklärte dem verblüfften Abraham, dass seine Frau Sara im Laufe eines Jahres Mutter werden wird. Der größte Wunsch Abrahams sollte also in Erfüllung gehen! Sara begann zu lachen, als sie das Versprechen Gottes hörte, die ganze Stimmung im Hause Abrahams hellte sich dadurch auf. Sara kochte etwas für den Gast und für Abraham, und der schmerzhafte Eingriff war vergessen. Der Besuch Gottes an Abrahams Krankenbett gilt als Beispiel dafür, wie viel Licht ein Besuch an einem Tag voller Schmerzen bringen kann.

Gott hat dem Kranken nichts gewünscht, nicht einmal gute Besserung, sondern ihm seinen größten Wunsch erfüllt. Aber der Zusammenhang zwischen Krankheit und Wünschen entstand in diesem Moment.

De jüdische Tradition, Kranke zu besuchen und ihnen dabei etwas Gutes zu tun, wurzelt in diesem göttlichen Überraschungsbesuch und wird von Rabbinern auch gerne zitiert. Der jüdische und teilweise ritualisierte Krankenbesuch hat seinen eigenen Namen: Bikur Cholim, was wörtlich übersetzt „Besuch des Kranken“ bedeutet. Von alters her besuchen beim Bikur Cholim Männer kranke Männer und Frauen kranke Frauen. Man sorgte dafür, dass das Zimmer geputzt und der Kranke gewaschen wurde. Außerdem tat man alles, damit der Kranke wieder optimistisch in die Zukunft blickte. In einer Schrift aus dem Jahr 1914 wird der Besuch so geschildert: „Man solle ferner den Kranken auch psychisch beeinflussen, ihn unterhalten und trösten, für seine Genesung beten.“ Man brachte Blumen, etwas zum Lesen, Obst und wünschte etwas Positives und Gutes, um den Kranken aufzuheitern.

Die Bikur Cholim ist eine „Mizwa“, eine jüdische Verpflichtung, die man nicht einfach vergessen oder sein lassen kann. In der Thora beruft man sich beim Krankenbesuch außerdem auf einen Satz aus dem 3. Buch Moses, der auch von Christen oft zitiert wird: „Und du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.“ Die Regeln für einen Bikur Cholim haben sich inzwischen gelockert, Frauen können Männer und Männer Frauen besuchen. Nur noch in sehr orthodoxen Kreisen hält man sich bis heute an die Geschlechtertrennung.
Auch im Islam gehören Krankenbesuche zu den Pflichten eines jeden Moslems, und auch hier sind sie bei streng Religiösen nach Geschlechtern aufgeteilt – außer, es handelt sich um nahe Verwandte. Denn Abraham spielt auch im Islam eine große Rolle. Außerdem wird im Koran an einigen Stellen darüber berichtet, dass Mohammed Kranke besuchte und ihnen Zuspruch gab.

Im Christentum wurde der Brauch des Krankenbesuches fast eins zu eins aus der jüdischen Tradition übernommen, auch wenn der Besuch heute im christlichen Glauben keine religiöse Bedeutung mehr hat und keine Verpflichtung ist. Die Aufteilung der Geschlechter war aber auch unter Christen – zumindest in den Krankenhäusern – lange üblich.

Krankenwünsche, Aberglaube und Briefe


Im Mittelalter waren Krankenbesuche mit einigem Aberglauben verbunden, da man unter ständiger Ansteckungsangst litt. Im Mittelalter konnten nur wenige beurteilen, wie eine Krankheit entstanden war und ob sie einen selbst vielleicht nicht auch einholen konnte. Bevor man das Haus betrat, schaute man z.B. unter einem Stein nach. Wenn man dort einen lebenden Käfer oder Regenwurm fand, bestand noch Hoffnung für den Kranken und man konnte hinein gehen und – ohne zu lügen – dem Kranken wünschen, dass er bald wieder gesund wird.

In den Krankenhäusern des Mittelalters wurde schon damals festgelegt, dass Kranke neben Fleisch und Brühen auch Brot und Trauben essen sollten. Bis heute bringen wir mit Blumen und einer Karte meist auch etwas Obst mit, wenn wir einen Kranken besuchen. Nicht selten wählt man Trauben aus, ohne zu ahnen, dass diese Tradition bis auf das Mittelalter zurückgeht. Kranke durften keine Spiele spielen und mussten leise sein. Aber das Lesen der Bibel oder anderer Literatur war erlaubt. Sie durften sich auch gegenseitig etwas leise vorlesen. Schon damals brachte man dem Kranken deshalb etwas Lesestoff mit. Vielleicht die Bibel, oder einen kleinen Band mit aufbauenden Sprüchen.
Auch dieser Brauch lebt heute noch und wird von vielen praktiziert.

Wenn man den Kranken nicht besuchen konnte, schrieb man zumindest einen Brief und versprach einen baldigen Besuch. Als Friedrich Schiller erkrankte, schrieb Goethe an ihn: „Ich bedaure Ihre Unpässlichkeit und hoffe, dass sie sich bald geben soll. Sobald ich mir nur irgend einigen Muth erwecken kann, aus dem Haus zu gehen, so besuche ich Sie.“ Goethe besuchte ihn nie, er war Hypochonder und ging kranken Menschen tunlichst aus dem Weg. Aber er versprach es zumindest.

Über Jahrhunderte schrieb man an Kranke ausführliche Briefe und zeigte so, dass man an sie dachte. Außerdem hielt man sie mit dem Briefen auch über das allgemeine Geschehen und über Neuigkeiten in der Familie auf dem Laufenden. In der Nachkriegszeit entstanden schließlich die Gute-Besserungs-Karten, die die Briefe von früher ersetzen können und mit denen man ohne großen Aufwand an dem alten Brauch des Schreibens festhalten kann.

Genesungswünsche – weltweite Gute Besserung


Man wünscht im Allgemeinen eine „Gute Besserung“ und meint damit, dass man auf eine allgemeine Verbesserung des gesundheitlichen Zustandes hofft. Da das natürlich viel zu lang und zu kompliziert ist, hat sich die Kurzform durchgesetzt. Manchmal wünscht man auch eine „baldige Genesung“, was rein sprachlich korrekter ist als die „gute Besserung“. Zu den Genesungswünschen kommt meist noch ein kleiner Satz wie: „Komm bald wieder auf die Beine“ oder „Werde schnell wieder gesund“.

Im Englischen verwendet man nur zwei oder drei Wörter. Dort schreibt man nur noch „Get well“, oder vielleicht noch „Get well soon“ – und alles ist gesagt.
Der Brauch, Genesungswünsche zu senden, ist über der ganzen Welt verbreitet. Auch in Afrika wünscht man gute Besserung, genau wie in Japan, China und in Südamerika. In armen Ländern, in denen man keine Karten kauft, besucht man den Kranken mit etwas Obst aus dem eigenen Garten oder schickt eine SMS, denn Handys gibt es heute überall!
In asiatischen Regionen, in denen der Buddhismus vorherrscht, hat man zu Krankheit und Tod generell ein anderes Verhältnis. Aber auch Buddhisten sind davon überzeugt, dass während einer Krankheit positive Energie hilft. Dafür gibt es für Kranke spezielle Heil-Meditationen und Besucher setzen sich gerne schweigend mit ins Krankenzimmer und meditieren gemeinsam mit dem Leidenden.

Moderne Grußkarten und ihre Fallgruben


Gute-Besserungs-Wünsche sind auf Karten meist mit lustigen Zeichnungen verbunden. Nichts Ernstes soll an den Kranken herankommen und vielleicht seine Stimmung verdüstern. Alles soll so leicht und lebensbejahend wie nur möglich sein. Ein sehr beliebtes Motiv sind deshalb putzige Bärchen in allen Varianten. Aber natürlich hilft auch das vierblättrige Kleeblatt oder ein kleines Glücksschweinchen. Auch Marienkäfer bringen bekanntlich Glück. Alle Glückssymbole, die man kennt, sind auch für Gute-Besserungs-Karten geeignet.
In einigen Fällen sollte man dem Kranken allerdings keine „Gute Besserung“ wünschen, sondern lieber einen anderen Spruch wählen. Nämlich dann, wenn der Kranke eine chronische Krankheit hat. „Werde bald wieder gesund“, klingt nicht gut, wenn der Kranke gerade erfahren hat, dass er für den Rest seines Lebens mit einem Leiden zu kämpfen hat. In den USA hat ein Arzt auf die Karten sogar als „Get-Ill-Cards“ (werde-krank-Karten) geschimpft, weil er erlebt hat, dass Patienten traurig wurden, als sie „Gute Besserung“ lasen und wussten, dass es ihnen nie mehr besser gehen wird. Deshalb sollte man bei der Auswahl der Karte sehr genau wissen, was dem Kranken eigentlich fehlt.

Wenn man es nicht weiß, so wie es oft bei entfernten Verwandten oder Kollegen der Fall ist, dann empfiehlt sich ein allgemeiner Gruß, wie: „Lachen ist die beste Medizin“, „Wir wünschen Dir viel Kraft und Sonnenschein“ oder „Wir denken an dich“.

Wenn ein Brief angebrachter ist


Bei sehr schweren Krankheiten können aber auch putzige Zeichnungen und aufmunternde Sprüche vollkommen falsch ankommen. Es ist unpassend, einem Menschen, der kurz vor dem Sterben liegt, noch „Lachen ist die beste Medizin“ auf eine Karte mit einem Kleeblatt zu schicken. Wenn man nicht sehr gut über den Patienten informiert ist, gibt man die Karte besser einem Angehörigen, der sie dann nach Ansicht überbringen kann, oder man gibt sie der Krankenschwester und berät sich mit ihr. Viele Kranke spielen ihre eigene Krankheit herunter, vor allem gegenüber Bekannten, weiter entfernten Verwandten und im Kollegenkreis. Krankheit kann auch ein sehr intimer Zustand sein, über den man nicht gerne offen spricht.
Wenn man genauer über die Krankheit Bescheid weiß, ist es auch heute noch schön, wenn man die Karte nicht nur unterschreibt, sondern ein längeres persönliches Schreiben hinzufügt. Mit einem solchen Schreiben kann man dann auch Gedanken äußern, die man mit einem kurzen Spruch nicht beschreiben kann. Einem sehr schwer Erkrankten kann man z.B. schreiben: „Es fällt mir schwer, Worte zu finden, um dich zu trösten. Ich wünsche dir viel Kraft und hoffe, dass dein Weg trotz allem nicht so schwer wird. Wir sind immer für dich da.“

Genesungswünsche ganz modern


Heute, wo man überall online und zu erreichen ist und auch in Krankenhäusern Smartphones erlaubt sind, werden viele Genesungswünsche auch per SMS, Email oder Facebook-Nachricht vermittelt. Die SMS lädt auch zu lustigen Zeichenspielereien ein: „Dieser Glücksfisch soll dir Gesundheit bringen ><>“. Der Fantasie sind wie so oft keine Grenzen gesetzt. Für Emails und Facebook-Nachrichten gibt es fertige elektronische Karten mit Musik und hüpfenden Figuren. Vor allem für kranke Kinder und Jugendliche kann man hier sehr lustige Sachen finden, die wirklich aufmuntern und zum Lachen bringen.

Man kann aber auch ohne eine fertige elektronische Karte per SMS, Email oder auf Facebook einen Genesungsspruch senden. Die Auswahl ist riesig. Es gibt beschauliche Sprüche, wie „Die beste Arznei für den Mensch ist der Mensch. Der höchste Grund dieser Arznei ist die Liebe.“ Es gibt weise Sprüche, wie: „Seine Krankheit zu erkennen, ist der erste Weg zur Heilung“. Und es gibt vor allem lustige Sprüche, wie: „Viel besser als der gute Wille wirkt manchmal eine gute Pille“. Mit wenigen Worten kann man dem Kranken auf diese Art zumindest zeigen, dass man an ihn denkt. Ein kleines „Ich besuche dich bald“ oder „Ich komme morgen“ macht den Gruß noch besser!

Was schenken?


Zu einem Krankenbesuch, egal ob daheim oder im Krankenhaus, bringt man natürlich auch immer ein kleines Geschenk mit. Natürlich sind auch Blumen dabei! Topfpflanzen sind dagegen absolutes Tabu, in vielen Krankenhäusern sind sie sogar verboten. Die Gründe hierfür sind vielfältig. Aber Blumenerde kann Fliegenlarven und Bakterien enthalten und hat in einem Krankenzimmer nichts zu suchen! Beliebt sind inzwischen auch bunte Ballons, eine Sitte, die aus den USA zu uns herübergekommen ist. Ballons sieht man zwar immer noch meistens in Wöchnerinnen-Abteilungen oder in Kinderkrankenhäusern, aber auch viele Kranke freuen sich über lustige Ballons! Man kann inzwischen sogar Ballons in kleinen Schachteln verschicken!

Da der Teddybär zu einem der Lieblingssymbole auf Genesungskarten geworden ist, gibt es auch zahlreiche Bärchen, die extra für Kranke produziert werden. Kleine Teddys mit Bandagen an Arm, Bein und Kopf oder mit einem riesigen Pflaster auf der Stirn sind bei Kindern und Erwachsenen, die im Herzen noch Kind geblieben sind, sehr beliebt. Dazu kann man immer ein Buch oder eine Zeitschrift verschenken. Wenn man den Lesegeschmack des Kranken kennt, dann sollte man ein neues Buch des Lieblingsautors wählen. Oder zumindest ein Buch im gleichen Genre! Wichtig ist, dass der Lesestoff nicht allzu schwer ist. Einen passenden Genesungsspruch zu einem Buch gibt es übrigens auch: „Ich wünsche baldiges Genesen. Das Warten ist nicht immer leicht. Drum schicke ich etwas zum Lesen, damit die Zeit ganz rasch verstreicht“.

Wer zuhause krank ist oder sein Laptop mit im Krankenhaus hat, freut sich auch über eine DVD mit einem neuen, guten Film oder über eine Box mit einer TV-Serie. Eine Krankheit kann nicht nur belastend, sondern auch recht langweilig sein! Alles, was den Kranken unterhält, ohne ihn anzustrengen, ist deshalb erlaubt und gerne gesehen. Mit Pralinen oder Wein sollte man jedoch aufpassen! Man weiß nicht, welche Diät der Arzt verordnet hat und ob der Kranke vielleicht irgendwelche Probleme hat, von denen wir nichts wissen. Ein kleiner Obstkorb oder eine Schale mit Trauben oder Erdbeeren ist auf jeden Fall sinnvoller. Es gibt übrigens auch lustige Sprüche, die perfekt zu einem kleinen Obstkorb passen. „An apple the day keeps the Doctor away“, ist wohl der berühmteste. Aber man kann auch den antiken Arzt Hippokrates zitieren, auf den bis heute alle werdenden Ärzte ihren Eid schwören: „Eure Nahrungsmittel sollen eure Heilmittel und eure Heilmittel sollen eure Nahrungsmittel sein.“